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Niederkrüchten

Zehn Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Niederkrüchten

St. Bartholomäus

Eine Zierde der Gemeinde Niederkrüchten ist die kleine, erhöht liegende katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus. Die im spätgotischen Stil erbaute Hallenkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das Querhaus und der Chor sind nachträglich im 19. Jahrhundert angebaut worden. Die Kirche beherbergt eine Reihe schöner, flämischer Barockkunstwerke aus dem Jahre 1693, also aus der Zeit, in der Niederkrüchten zu den spanischen Niederlanden gehörte. Von weitem bereits gut sichtbar, gelangt man in Niederkrüchten über eine schmale Gasse, die zum Teil noch mit Kopfsteinpflaster bestückt ist, an das Bauwerk heran. Einst stand St. Bartholomäus im Zentrum des Ortes, heute liegt die Kirche etwas abseits der Stadtmitte, jedoch in malerischer Umgebung. Besucher werden sich nicht allein nur an ihrem Anblick erfreuen, sondern auch an den die Kirche umgebenen Häusern.

St. Bartholomäus

St. Laurentius

Nicht weit von Niederkrüchten entfernt, inmitten der kleinen Ortschaft Elmpt, die bereits im 13. Jahrhundert ihren Namen von den damaligen Gaugrafen und Edelherren von Elmpt erhielt, steht die wunderschön anzusehende katholische Pfarrkirche St. Laurentius. Diese im spätgotischen Stil Ende des 15. Jahrhunderts erbaute dreischiffige Hallenkirche prägt mit ihren großen Glockenturm das Stadtbild von Elmpt. Unweit vom Haus Elmpt gelegen steht sie heute im Zentrum des Geschehens und ist umgeben vom Bau der Gemeindeverwaltung Elmpt. Hier kann der Betrachter deutlich erkennen, wie es gelingen kann, alte Baustile gleich denen der katholische Pfarrkirche St. Laurentius aus dem 15. Jahrhundert mit neuen Baustilen, wie dem Gebäude der Gemeindeverwaltung aus dem 20. Jahrhundert, sinnvoll und ansehnlich zu verbinden.

St. Laurentius

Haus Hansen

1972 entstand Niederkrüchten aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Niederkrüchten und Elmpt. Diese Grenzgemeinde zu den Niederlanden liegt im reizvollen, von der Schwalm durchflossenen Naturpark Schwalm-Nette, einer Landschaft, bestehend aus Wäldern, Ackerflächen, Bruchlandschaften und Heide- und Moorgebieten. Zahlreiche historische Funde belegen, dass Niederkrüchten bereits in römischer Zeit besiedelt war. Eine der ehemaligen Römerstraßen führte an der Brempter Mühle vorbei durch den Elmpter Wald bis hin zur niederländischen Maas. In der Zeit der fränkischen Besiedlung wurde dieses Gebiet der Grafschaft Mülgau zugewiesen, benannt nach den schon damals hier vorhandenen vielen Wassermühlen entlang der Schwalm. Danach gehörte Niederkrüchten jahrhundertlang zum Herzogtum Geldern und war vom 16. bis zum 18. Jahrhundert Teil der spanischen Niederlande.

Haus Hansen

Haus Elmpt

Das Gebiet um Niederkrüchten gehört schon seit jeher dem "Mülgau" an, das 839 erstmals Erwähnung unter dem Namen "Moilla" findet. Die dieses Gebiet beherrschenden vom König eingesetzten Gaugrafen trugen immer wieder maßgeblich zum Geschick der Ortschaften Ihren Anteil bei. Ein Geschlecht dieser Gaugrafen waren die 1203 erstmalig urkundlich benannten Edelherren von Elmpt, die dem nahe Niederkrüchten gelegenen Dorf Ihren Namen gaben. Sie waren mit großen Besitztümern gesegnet und erbauten das stattliche "Haus Elmpt" als Ihren Herrensitz. Dem Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert steht ein barocker Turmbau aus dem Jahre 1750 gegenüber. Heute befindet sich das Haus Elmpt in Privatbesitz und ist ein imposant anzusehendes Baudenkmal und von einem schönen, kleinen Park umgeben. Außer dem Haus Elmpt erhalten geblieben ist das 1583 von Gerhart von Elmpt errichtete große Schloss Dilborn, heute jedoch der Gemeinde Brüggen zugehörig.

Haus Elmpt

Elmpter Kapelle

Für die Freunde von Kirchenbauwerken ist ein besonderes Kleinod die Empter Kapelle am Diesberg in Overhetfeld, einem Dorf zwischen Elmpt und Brüggen. Dem kleinen Backsteinbau aus dem Jahr 1703 wurde im Jahre 1734 ein einfacher Saalbau angefügt. Ursprünglich war diese Kapelle eine so genannte Gnadenkapelle. Sie zeigt im Inneren einen herrlichen Antwerpener Schnitzaltar aus der Zeit 1530-1540, der das Gnadenbild der Gottesmutter birgt. Der Vorplatz dieser kleinen Kapelle ist mit Bäumen gesäumt und nimmt an Wallfahrtstagen die Menge der Pilger auf, die keinen Platz im inneren gefunden haben. Vor allem den heimischen Kindern bekannt, dient der Vorplatz noch heute am St.-Martins-Tag als Kulisse für das Ritual, bei dem an dieser Stelle der Ritter seinen Mantel mit dem armen Bettler teilt und ihn so vor dem Erfrierungstod rettet.

Elmpter Kapelle

Pannenmühle

Entlang dem Lauf des kleinen Flüsschens Schwalm findet der Wanderer eine Reihe von verschiedenartigen schönen, heutzutage meist zu Restaurants und Gaststätten umgebauten, alten und gut erhaltenen Wassermühlen. Hiervon die größte ist die Ölmühle Pannenmühle und man findet sie in Niederkrüchten. Die Pannenmühle hielt ihren Betrieb bis in das 1890 aufrecht. Heute ist sie ebenfalls, wie viele andere, eine Ausflugsgaststätte. Den Einheimischen ist sie noch immer bekannt als "Spansch` Hüske", als Spanisches Häuschen. Weniger bekannt ist die Herkunft dieses Namens aus der Geschichte, in der die Schwalm jahrhundertlang eine Grenze bildete zwischen den Herzogtümern Jülich und Geldern. Das Herzogtum Geldern mit der Ortschaft Niederkrüchten und der ein wenig abseits gelegenen Ölmühle Pannenmühle gehörte für einen langen Zeitraum zu den spanischen Niederlanden.

Pannenmühle

Brempter Mühle

Am Flusslauf der Schwalm, die bei Brempt in den Hariksee mündet, hat der Wanderer und Erholungssuchende die Gelegenheit, das über diesen Landstrich hinaus bekannte Mühlental mit seinen zahlreichen Wassermühlen kennen zu lernen. Eine dieser Wassermühlen findet man auch in der Gemeinde Brempt. Diese ehemalige Öl- und Getreidemühle gehörte früher zur Brempter Burg, von der heute jedoch nicht einmal mehr Spuren zu finden sind. Burg Brempt war einst im Besitz der Grafen von Bylandt, die im ca. 30 km entfernten Rheydt (heute Mönchengladbach) ihren Hauptsitz im Schloss Rheydt hatten. Erstmalig erwähnt wird die Brempter Mühle im Jahr 1575. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wassermühlen ist die Brempter Mühle nicht ausgebaut zu einem Ausflugslokal oder Restaurant, sondern wird privat bewohnt und ist gerade deshalb sehr sehenswert.

Brempter Mühle

Schwalmbruch

Das Naturschutz- und Naturerlebnisgebiet des Schwalmenbruchs fügt sich nahtlos an die Wacholderheide an. Erst in jüngster Zeit wurde dieses ursprüngliche Sumpfgelände wieder arbeits- und kostenintensiv in die Bruchlandschaft zurückversetzt, die hier im Schwalmtalgebiet das Landschaftsbild prägte. Aufwändig angelegte Wander- und Radwege laden jeden ein, die Natur in ihrer unberührten Vielfalt kennen zu lernen. Viele Informationstafeln entlang dieser Wege geben immer wieder Auskunft über die gebietstypischen Gegebenheiten. Dieses Landschaftsgebiet hat eine Größe von ca. 55 ha und hier ist es, wo der Fluss Schwalm kurz vor der niederländischen Grenze eine Bruch- und Moorgegend durchfließt, wie in den alten Zeiten der Ritter. Ein großer Aussichtsturm ermöglicht bei einer Rast einen weiten Überblick über dieses herrliche Gebiet mit seinen ausgedehnten Auen.

Schwalmbruch

Venekotensee

In den 60iger Jahren entstand im Verlauf von Kiesabbauarbeiten aus einem Baggerloch der heutige Venekotensee. Noch wenige Jahre vor seiner Entstehung wurde zunächst das umliegende Sumpfgebiet in mühseliger Arbeit trockengelegt, um dort eine kleine Siedlung aufzubauen, die Ortschaft Venekoten. Ursprünglich als reines Wochenenderholungsgebiet für die Besserbetuchten geplant, war, wer etwas auf sich hielt, jedes Wochenende hier in seinem kleinen Häuschen, um sich im Tennisclub oder Reitstall sehen zu lassen. Nach und nach jedoch dienten diese Wochenendhäuschen immer mehr als fester Wohnsitz und heute ist Venekoten mit seinem See ein eigener Ortsteil von Niederkrüchten. Obwohl ein offizielles Badeverbot besteht, ist der Venekotensee ein beliebtes Ausflugsziel für Erholungssuchende geblieben, die hier im Wald um den See spazieren können.

Venekotensee

Wacholderheide

Nicht weit vom Venekotensee entfernt, befindet sich das große Naturschutzgebiet der Wacholderheide. In den Monaten August und September kann der Erholungssuchende hier dem einmaligen Naturschauspiel der Wacholderblüte beiwohnen und in einem Meer aus Farben schwelgen. Zahlreiche Wege für Wanderer und Radfahrer, die bis hinein in das niederländische Gebiet führen, bieten dem Besucher Gelegenheit, einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt zu bekommen, die einst überall hier im Schwalmtalgebiet zu finden war. Ob als kleiner Naturforscher, ob als Besucher und Urlauber oder ob als Botaniker und Biologe, hier in der Wacholderheide findet ein jeder das, wonach er schon immer gesucht hat. Gerade dies macht den Reiz dieser wunderschönen Landschaft aus, die auf keiner Ausflugsreise fehlen sollte.

Wacholderheide